Schadenereignisse durch Starkregen
Anwort der Stadtverwaltung auf unseren Antrag vom 27.07.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Stadt Ulm nimmt zu Ihrer Frage „Wie ist die Stadt Ulm in der Kern Stadt, den Stadtteilen und Ortschaften mit funktionsfähigen Sirenen ausgestattet? – wir folgt Stellung:

Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden die Sirenen des Bundes den Gemeinden angeboten. In der Stadt Ulm standen zum Zeitpunkt des Kalten Krieges insgesamt 80 Sirenen im Stadtgebiet. Über die Sirenen wurden nicht nur Katastrophenschutzsignale ausgesendet, sondern wurden auch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr alamiert. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine sogenanne stille Alarmierung.

Viele Gemeinden haben die Sirenen des Bundes nicht übernommen und diese durch den Bund abbauen lassen. Die Stadt Ulm hingegen hat sich entschieden, die Sirenen vom Bund zu übernehmen. Im Laufe der Zeit wurden dennoch Sirenen aus unterschiedlichen Gründen abgebaut. Gründe hierfür waren insbesondere Defekte, Neu- oder Umbauten bzw. Sanierungen an Standorten oder auch Eigentümerwechel von Liegenschaften mit Sirenen. Damals war die einhellige Meinung, dass Sirenen nach dem Ende des Kalten Kreiges nicht mehr benötigt wurden, inbesondere da die stille Alamierung der Feuerwehr über sogenannte Funkmeldeempfänger Ende der 70er Jahre / Anfang der 80er Jahre bereits flächendeckend aufgebaut wurde.

Im Stadtkreis Ulm stehen heute 46 Sirenen zur Warnung der Bevölkerung zur Verfügung. Jeder Ortsteil hat mindestens eine Sirene, in den größeren Stadtteilen der Kernstadt stehen mehrere Sirenen zur Auslösung bereit. Die Feuerwehr pflegt die Sirenen über die Jahre. Einige der Sirenen bedürfen einer umfangreichen Wartung. Durch das mittlerweile hohe Alter einzelner Sirenen kann es zu Ausfällen an der Sirene kommen.

Die Weiterentwicklung des Sirenennetzes steht seit einigen Jahren bereits auf dem Plan. Ein Teil des Investitionsprogramms, findet sich bereits im freigegebenen Haushalt wieder. Derzeit ist geplant alle Ulmer Sirenen auf eine digitale Ansteuerung umzustellen. Defekte und nicht reparable Sirenen werden heute schon durch neue, sogenannte „Digitale Sirenen“, ersetzt. Durch diese Umstellung ist auch die Aussendung eines Entwarnungstons möglich, welcher derzeit nicht möglich ist.

Aufgrund des vom Bund angekündigten Förderprogramms zu großflächigen Wiederaufbau von Sirenen wird zurzeit geprüft, in wieweit angekündigte Zuschüsse des Bundes hierfür mit eingesetzt werden können.

Die integrierte Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst hat ebenfalls die Möglichkeit eine Warnung über die WarnApp „NINA“ des BBK auzusenden. Diese WarnApp kann jeder Bürger kostenfrei auf sein Smartphone herunterladen und erhält dann Warnungen des BBK, der Feuerwehr Ulm, des Deutschen Wetterdienstes und weiteren Behörden.

 



 


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