Im November 2022 war wieder der traditionelle jährliche Ortschaftsbesuch der Freien Wähler bei der Ortschaftsrats-Sitzung in Ulm-Lehr. Der erste Tagesordnungspunkt war für die Aussprache reserviert.

Herr Ortsvorsteher D. Wegerer berichtete über das 750 Jahr-Jubiläum mit Festabend und Bürgerfest. Dies erreichte vor allem für die Bürgerschaft ein Miteinander, den Zusammenhalt und die Begegnung. Sicherlich unvergesslich für alle. Von diesem Erfolg konnten wir uns beim Besuch des Jubiläums persönlich überzeugen.

Die Spannungsfelder im Ort:

Leider sorgt der Verkehrslärm der B10 für ein ständiges Unbehagen. Eine Lärmschutzwand auf dem bestehenden Wall war für 2022 geplant und beschlossen. Aus personal- und bauwirtschaftlichen Gründen konnte die Stadt diesen aber noch nicht umsetzen. Außerdem ist der Schwerlastverkehr durch die Ortschaft sehr belastend. Mittlerweile ist aber ein Verbot für Schwerlastverkehr über 7,5 t erlassen worden.

Die Grundschule am Ort hat die Kapazitätsgrenze erreicht, über einen Modulbau zur Erweiterung wird nachgedacht. In Ortsmitte an der Mehrzweckhalle soll mittelfristig eine Mensa und eine Gymnastikhalle entstehen.

Der mittelfristige Bedarf an Kita-Plätzen (zwei Gruppen) zur Ausbaustufe 4, sollte zügig abgearbeitet werden.

Gewünscht wird die Anbringung von Fahrradfahrer-Schutzstreifen wie in anderen Ortschaften auch. Pro und Contra muss in den Ortschaften diskutiert und entschieden werden. Die FWG-Stadträte*innen haben hierzu schon einen Antrag an die Verwaltung gestellt. Stadtübergreifend soll hier eine gleiche Lösung gefunden werden.

Für die Beurteilung der Taktung im ÖPNV sollte diese nicht nur an den Fahrgastzahlen festgemacht werden, die Linien 13 und 49 sind zu erhalten und zu festigen.

Bei den neuen Vergaberichtlinien für Bauplätze wird bemängelt, dass die Wartezeit und die Ehrenamtspunkte künftig wegfallen.

Für eine positive Ortskernverdichtung sind bereits 8-10 Projekte in Lehr gelungen. Für das nächste Neubaugebiet bestehen Schwierigkeiten durch den neu definierten Emissionsradius z. B. bei landwirtschaftlichen Gebäuden.

Das kurze Straßenstück am Rathaus ist schon lange eine vorhandene Stolperstelle und somit Risiko für alle Nutzer. Hier erbittet der Ortschaftsrat Unterstützung durch die FWG.

Die Maßnahmen zur Sanierung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof sind fast abgeschlossen. Eine Lautsprecheranlage ist noch erforderlich. Die FWG sagt Unterstützung zu. Im Jahre 2023 soll ein Gemeinschafts-Urnengräberfeld als erweitertes Angebot angelegt werden

Gerne unterstützt die FWG die Ortschaft Lehr und nimmt die Anregungen und Wünsche mit ins Rathaus nach Ulm. Auch während des Jahres bleiben wir in einem guten Austausch mit dem Ortsvorsteher Herrn Wegerer. Wir bedankten uns für das Jubiläumsgeschenk (ein Vesperbrett mit Widmung), dass wir gerne angenommen haben.

gez. Stadträtin Helga Malischewski und Dr. Gisela Kochs
28.11.2022



 


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