Auch dieses Jahr haben wir den traditionellen Besuch in Jungingen abgehalten, um die Anliegen der Bürger*innen entgegenzunehmen. Ortsvorsteherin Frau Schindler begrüßt erfreut die sieben FWG-Fraktionsmitglieder und bedankt sich ausdrücklich für die Unterstützung in der Vergangenheit.

Nachdem das Verwaltungsgericht Sigmaringen geurteilt hat, dass die Vergaberichtlinien für anstehende Baugebiete der Stadt Ulm nicht rechtskonform seien und im Anschluss die Vergabe in Jungingen aufgehoben werden musste, war dieses Thema an diesem Treffen noch in aller Munde. Man hofft, dass es durch die überarbeiteten Leitlinien nun zu einer Rechtssicherheit kommen kann und somit eine positive Stadtentwicklung möglich ist. Gewünscht wird zu der jetzt vorliegenden Ausarbeitung, dass die Wartezeit bei Punktgleichheit Berücksichtigung findet. Das Öpfinger Urteil wird erwartet und daraus kann man auch für die Ulmer Richtlinien möglicherweise wieder Schlüsse ziehen.

Die Nahversorgung wird ab dem Jahre 2024 als sehr problematisch angesehen, da der CAP-Markt Ende 2023 schließt. Der Ortschaftsrat sucht ein Grundstück für einen Discounter mit Getränkemarkt. Gut erreichbar sollte dieser im Ort sein. Jedoch sind die Eigentumsverhältnisse ausschlaggebend. Ein geeigneter Platz wäre im Pfannenstiehl bei dem geplanten Neubau der Lebenshilfe. Natürlich wird angeführt, dass in Lehr, nur 2 km entfernt, der große EDEKA-Markt besteht. Ob sich ein Discounter ansiedeln möchte, hängt von einer Betriebsanalyse eines möglichen Betreibers ab. Vorher kann weder ein Grundstückskauf noch ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Stadträte Karl Faßnacht, Reinhard Kuntz und Oliver Bumann, welche im Fachbereichsausschuss Stadtentwicklung, Bau und Umwelt tätig sind, hörten sich diese Probleme genau an.

Die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes wird gefordert, z.B. wären 120 Bauplätze „Hinter dem Dorf“ möglich. Wohnbedarfe für Senior*innen, z. B. betreutes Wohnen, sind in Jungingen dringend anzubieten.

Die vor längerer Zeit auf Antrag der Freien Wähler eingeführte Pauschale für Grünflächenpflege sollte unbedingt um 10 000,- € erhöht werden. Die bisherigen Zahlungen reichen nicht mehr aus, da die Flächen zur Pflege auf der Gemarkung Jungingen immer mehr werden (Ausbau Gewerbegebiet Ulm-Nord, Ausbau Wohngebiet auf dem Hart und Erweiterung Infrastruktur KITA).

Ein Ärgernis ist die Sanierung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof. Die Baustelle steht seit Februar 2022 still. Es gab wohl bauliche Schwierigkeiten, jedoch ist es eine Zumutung, Trauerfeiern im Freien abhalten zu müssen. Außerdem müssen die Wege im Friedhof teilweise saniert werden. Die Stadträtinnen Dr. Gisela Kochs und Helga Malischewski nehmen dieses Thema mit zum nächsten Treffen der Friedhofskommission.

Weiter wurde angeführt, dass es Mängel nach der Erschließung des Gewerbegebietes „Himmelreich“ gibt und die erhöhten Schachtdeckel „An der Eisenbahn“ eine Zumutung sind. Außerdem wurden Feldwege asphaltiert und dann wieder aufgerissen. Eine Erschließung des „Hülenweg“ wurde gefordert.

Kritische Fragen zur Stadtpolitik wurden wegen der Fertigstellung der Gänstorbrücke, ebenso über die neue Taktung der Signalanlage Staufenring/König-Wilhelm-Straße an die FWG-Stadträte*innen gestellt. FWG-Fraktionsvorsitzender Reinhold Eichhorn bedankte sich beim Ortschaftsrat für das konstruktive Gespräch und Stadtrat Norbert Nolle freut sich auf ein weiteres Treffen im neuen Jahr.

13.10.2022
gez. Helga Malischewski, Stadträtin



 


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