Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister!

Die Stadt Ulm hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des Radverkehrs am Modal Split bis zum Jahr 2025 auf 25 Prozent zu erhöhen. Aktuell nimmt der Kfz-Bestand jedoch weiter zu. Eine Lastenradforderung kann zur Erhöhung des Radverkehrsanteils beitragen.
Durch Lastenfahrräder können Autofahrten ersetzt und dadurch eine Änderung des Mobilitätsverhaltens erreicht werden. Im Gegensatz zu der Elektroauto-Forderung werden bei einer Lastenradförderung prinzipiell auch gering verdienende Bevölkerungsgruppen angesprochen, die sich kein eigenes Elektroauto leisten können.

Die Förderung könnte eine zusätzliche soziale Komponente erhalten, indem Familien mit einer Lobbycard einen zusätzlichen Förderbetrag erhalten. Stuttgart, Tübingen oder Mannheim, bieten ihren Bürgern bereits eine (E-)Lastenrad-Forderung an, welche gut angenommen wird.
Die Förderung könnte so gestaltet werden, dass sich der Zuwendungsempfänger verpflichtet, das geförderte Lastenrad mindestens drei Jahre im eigenen Ulmer Haushalt zu nutzen und er durch einen Aufkleber auf die Förderung hinweist.
Durch eine zweistufige Auszahlung der Förderung, wie sie in Stuttgart und Mannheim umgesetzt wurde, wird ein Anreiz gesetzt, zunächst die Umstellung des eigenen Mobilitätsverhaltens zu fördern. In der zweiten Stufe soll zusätzlich die Abschaffung des privaten PKWs belohnt werden.

In Mannheim wird bei Verzicht auf ein Kfz nach zwei Jahren ein Nachhaltigkeitsbonus in Höhe von 500,- € ausbezahlt. Zudem werden drei Jahre nach Auslieferung bzw. Übernahme des E Lastenrades unter bestimmten Voraussetzungen weitere 500,- € als Nachhaltigkeitsbonus ausbezahlt.

Ich beantragen, die Einführung kommunaler Fördermöglichkeiten
für Lastenräder zu prüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Norbert Nolle



 


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