Antrag 13.06.2022:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, im Dezember 2021 wurde in der Sportschau (WDR/ARD) ein Bericht über
Neonazis bei Traditionsvereinen gesendet. Neben Hessen Kassel und Rot-Weiß Essen wurde auch über den SSV Ulm 1846 Fußball berichtet. Während Essen dieses Problem im Stadtrat behandelt hat und dementsprechend auch Maßnahmen ergriffen hat, wird in Ulm geschwiegen.

In meiner Haushaltsrede vom 15.12.2021 habe ich unter anderem folgendes laut vorliegendem Protokoll gesagt:

„Mit dem Diversity-Konzept habe man alle Menschen in der Stadtgesellschaft im Blick. Ganz nach dem Motto: Vielfalt mache die Stadt reicher. Deshalb verurteile man jegliche Art von Diskriminierung und insbesondere den Anschlag auf die Ulmer Synagoge. Als er in der Sportschau die Bilder von Ulm gesehen habe, sei ihm nicht bewusst gewesen, dass Neonazis zur Fangruppe zählen. Er hätte deshalb gerne im 1.Quartal 2022 eine Diskussion über Fanprojekte.“

Nun ist ein halbes Jahr vergangen und wir haben bis heute nichts gehört über Neonazis beim SSV Ulm 1846 Fußball.

Deshalb stellen wir den Antrag, noch vor der Sommerpause einen Bericht über Maßnahmen des Vereins zu dieser Fangruppe im Gemeinderat zu erhalten.
Zudem soll der Verein über die Vorhaben berichten, wie zurzeit und in Zukunft die Fan-Arbeit aussieht.

Reinhold Eichhorn, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Fraktionsgemeinschaft Ulm

Siehe Bericht regio tv schwaben:  https://www.regio-tv.de/mediathek/241630

15.06.2022: Freie Wähler fordern Aufklärung über Neonazis bei Ulmer Fußball-Fans

Ignoriert der SSV Ulm 1846 Fußball die Neonazis in seinem Fanblock? Das wirft zumindest ein Bericht der Sportschau vom Dezember vergangenen Jahres dem Verein vor. Dass Vereine einfach wegschauen, dieses Verhalten stellt die Koordinierungsstelle Fanprojekte der Deutschen Sportjugend immer wieder fest. Jetzt, ein halbes Jahr nach dem Bericht, fordert die Fraktion der Freien Wähler im Ulmer Gemeinderat den Verein auf, Bericht zu erstatten.

Die Vorwürfe aus der Berichterstattung wiegen schwer: Demnach soll es sich bei den Verurteilten aus dem Fackelwurfprozess von Dellmensingen um Mitglieder rechter Ulmer Fangruppen handeln. Nach deren Festnahme solidarisierten sich Fans im Stadion mit zwei Spruchbändern mit den Tätern.

Der SSV Ulm 1846 Fußball will laut seinem Vorstand solche Menschen aus dem Verein ausschließen und auch nicht mehr ins Stadion lassen. Zukünftig könnte auch ein Fanprojekt helfen. Hier benötigt der Verein laut Aussage des Vorstandes allerdings die Unterstützung der Stadt Ulm sowie der benachbarten Landkreise.

 



 


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