UWS Bürgerspaziergang zum Thema ÖPNV

Am Dienstag, 07.07.26 hat die Unabhängige Wählervereinigung Ulm-Söflingen eV zu einem Bürgerspaziergang durch Söflingen eingeladen. Thema war vor allem die ÖPNV Situation rund um den Klosterhof, den Gemeindeplatz und bis zur Wendeschleife der Straßenbahn. Die nötige Sachkompetenz brachte Herr Gummersbach, Geschäftsführer der SWU Verkehr ein.

Das Thema bewegt die Gemüter. Das sah man an der regen Beteiligung. So machte sich eine Gruppe von 40 Personen auf den Weg.

Der erste Halt war an der Straßenbahn Wendeschleife. Herr Gummersbach berichtete über die Entwicklungsideen seitens der SWU. Auf Grund der Verlängerung der Straßenbahnen, müssen die Haltestellen baulich angepasst werden. Es braucht eine längere Gerade, sodass die Straßenbahn bündig „einparken“ kann. Auch die Barrierefreiheit spielt hierbei eine wichtige Rolle.
Wichtig ist festzuhalten, dass die Umbauplänen bisher noch nicht vom Gemeinderat beraten oder abgestimmt sind. Wann der Umbau Realität wird, ist aktuell noch nicht absehbar. Mit dem Umbau würden in angrenzenden Straßen zudem eine Einbahnstraßenregelungen forciert werden, in der Hoffnung den Verkehr zu beruhigen und Störungen mit den Straßenbahnen zu vermeiden.

Der nächste Schmerzpunkt, welcher unter die Lupe genommen wurde, war die Bushaltestelle vor der Bäckerei Bayer (grob). Hier wird bemängelt, dass die Busse nicht ausreichend Platz haben. Weder in Richtung Bürgersteig noch in Richtung Fahrbahn. Zudem liegen die Haltestellen in einer leichten Kurve, was dazu führt, dass oft über den Bürgersteig eingeschert wird und trotzdem noch der Verkehr auf der Straße beeinträchtigt ist. Viele der Anwohner, Gewerbetreibenden und Interessierten plädierten dafür das diese Haltestellen einen anderen Platz bekommen sollten.

An der Haltestellen Otiliengasse wurde angemerkt, dass hier eine Querung der Straße für Fußgänger oft nicht einfach ist. Allerdings wird dieser Übergang viel genutzt. Denn dort besteht einer der Ausgänge aus dem Klosterhofareal. Und gegenüber befindet sich ein Nahversorger und Elektrogeschäft. Es wurde gebeten hier zu prüfen ob man nicht eine Querungshilfe installieren könnte.

Ebenso in der Klingensteiner Straße / Bereich Jägerstraße. Hier sind vor kurzem die Haltestellen verlegt worden, was dazu führt, dass vor allem Schulkinder der Meinloh- Gundschule nun eine stärker befahrene Straße überqueren müssen als bisher. Einige anwesende Eltern von Schulkindern baten eindringlich darum, hier die Situation zu verbessern und zu prüfen wie ein sinnvoller und sicherer Schulweg gewährleistet werden kann.

Zum Abschluss des Bürgerspaziergangs kehrten viele der Bürgerinnen und Bürger noch im Klosterhof ein. So ergaben sich noch weitere Gespräche und es wurden Kontakte geknüpft. Untereinander und auch mit den Stadträten der UWS eV, sowie den Ehrenamtlichen, die dieses Treffen mitorganisiert hatten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten sich vielfältig in die Diskussion ein. Dafür möchten wir uns Herzlich bedanken. Außerdem gilt unser bester Dank Herr Gummersbach, für seine Zeit und die fundierten, sachlichen Antworten und Erklärungen.
Anngritt Scheuter, Juli 2026

 

SWU-Infos im Nachgang
Nach hausinterner Rücksprache mit den Fachabteilungen teilt uns Herr Gummersbach noch folgende ergänzende Informationen zum Rundgang vom vergangenen Dienstag in Söflingen mit:

  • Endhaltestelle Linie 9 in Gleißelstetten: Die Ladestation wird voraussichtlich erst zu einem späteren Zeitpunkt eingerichtet. Zunächst wird nur die Verrohrung und die Fundamentierung für den Lademast hergestellt. Die Haltestelle wird umgebaut und die Fahrer-WC-Anlage wird hergestellt, wie angekündigt im Herbst dieses Jahres. Ob die Ladestation letztendlich errichtet wird, entscheidet sich nach einer ungefähr einjährigen Betriebsphase.
    Die Bürgerangregung bezüglich Parkverbot am Ende des Käthe-Kollwitz-Weges zur Erleichterung der Wendefahrt des Busses habe ich unterstützend an die Verkehrsbehörde weitergeleitet.
  • Haltestelle „Söflingen“ der Linien 8 und 9 in der Kapellengasse: Die 2. Halteposition vor der Bäckerei Bayer wird möglicherweise künftig durch eine Fahrplanänderung obsolet. Dies muss aber noch abschließend geprüft werden. Ansonsten unterstützen wir eine bauliche Anpassung für einen sichereren Betriebsablauf.
  • Haltestelle „Clarissenstraße“ Linie 8 und 9: Bei den Haltestellenstelen „Ersatzhaltestellen“, die bei der Begehung mit Müllsäcken abgedeckt waren, handelte es sich nur um „Platzhalter“. Mit der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle am 13.07. sollten die dauerhaften Haltestellen-Stelen von der bisherigen Haltestelle an die jetzige umgesetzt worden sein.
  • Haltestellenabstände im Linienverlauf der Linie 8: Im Zuge der Begehung wurde die Haltestellenabstände auf der Linie 8 im Bereich Söflingen hinterfragt. Hier die tatsächlichen Abstände, aus unserm System gemessen *   Lupferbrücke – Jägerstraße 471m *   Jägerstraße – Clarissenstraße 169m *   Clarissenstraße – Ottiliengasse 308m
    *   Ottiliengasse – Söflingen 164m. Zu einem derzeit noch nicht bekannten Zeitpunkt (Entscheidung bei der Stadt Ulm) soll die Haltestelle Jägerstraße näher an die Blaubeurer Straße verschoben werden (etwa auf Höhe ATU), sodass sich der Abstand zwischen Clarissenstraße und Jägerstraße dann um ca. 100m erhöht, der zwischen Lupferbrücke und Jägerstraße dafür entsprechend sinkt..
  • Linie 9 am Oberen Roten Berg: Die RAB wird die Linie 9 als unser Subunternehmer bis Dezember 2027 weiterfahren. Ich war beim Rundgang noch von einem Konzessionsende im Dezember 2026 ausgegangen. Beschwerden zum Fehlverhalten von Fahrpersonal sollten weiterhin durch die Anwohner an uns gerichtet werden, erforderlich sind Datum, Uhrzeit, Ort und Fahrzeugnummer.

 

 

 


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