Schwörmontag – Pfandsystem, Müllvermeidung, Bezahlmöglichkeiten an den Ständen

Unsere Gedanken zum Thema Schwörmontag – Pfandsystem, Müllvermeidung, Bezahlmöglichkeiten an den Ständen

  1. Wie bewertet die Fraktion der Freien Wähler, dass es am Schwörmontag kein einheitliches Pfandsystem gab und Becher meist nur am jeweiligen Stand zurückgegeben werden konnten?

Wir sehen darin Verbesserungspotenzial. Ein einheitliches Pfandsystem mit standübergreifender Rückgabe würde den Besucherinnen und Besuchern die Rückgabe deutlich erleichtern und könnte gleichzeitig dazu beitragen, Müll zu vermeiden. Positiv ist, dass inzwischen vielerorts Mehrwegbecher eingesetzt werden. Dennoch zeigt das Bild nach der Veranstaltung, dass weiterhin Einwegbecher und Verpackungen im öffentlichen Raum landen. Unser Ziel sollte deshalb sein, den Mehrweganteil weiter zu erhöhen und praktikable Lösungen für alle Beteiligten zu finden.

  1. Wäre ein gemeinsamer Ulm-Becher mit zentralen oder standübergreifenden Rückgabestellen aus Ihrer Sicht praktikabel? Welche Voraussetzungen müssten dafür erfüllt sein?

Ein gemeinsamer Ulm-Becher mit zentralen oder standübergreifenden Rückgabestellen halten wir grundsätzlich für einen sinnvollen Ansatz. Allerdings sind die praktischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zu unterschätzen. Bereits in der Vergangenheit gab es entsprechende Überlegungen, die unter anderem an fehlenden Kapazitäten von Becheranbietern sowie an bestehenden Liefer- und Pfandsystemen der Brauereien und Getränkehersteller scheiterten. Ein solches Modell kann daher nur funktionieren, wenn Gastronomie, Getränkelieferanten, Brauereien, Veranstalter und Stadt gemeinsam eine tragfähige und wettbewerbsneutrale Lösung entwickeln.

  1. Sollte die Stadt ein solches System verbindlich vorgeben oder gemeinsam mit Veranstaltern und Gastronomen auf eine freiwillige Lösung hinarbeiten?

Wir bevorzugen zunächst den gemeinsamen Dialog mit Veranstaltern, Gastronomie und weiteren Beteiligten. Nachhaltige Lösungen gelingen am besten, wenn sie gemeinsam entwickelt und mitgetragen werden. Sollte sich jedoch zeigen, dass auf freiwilliger Basis keine nennenswerten Fortschritte erreicht werden, kann über verbindlichere Vorgaben nachgedacht werden. Entscheidend ist, dass am Ende ein praktikables und von allen Seiten umsetzbares System entsteht.

  1. Wie steht die Fraktion dazu, Kartenzahlung an den Ständen künftig vorzuschreiben oder bei der Vergabe von Standflächen stärker zu berücksichtigen?

Wir begrüßen es, wenn Besucherinnen und Besucher zwischen Bar- und Kartenzahlung wählen können. Die Möglichkeit zur Kartenzahlung entspricht den heutigen Erwartungen vieler Menschen und sollte möglichst breit angeboten werden. Eine generelle Verpflichtung sehen wir jedoch kritisch. Gerade kleinere Vereine oder ehrenamtliche Standbetreiber sollten nicht durch zusätzliche Vorgaben belastet werden. Unser Ziel ist es, moderne Bezahlmöglichkeiten auszubauen, ohne die bewährte Barzahlung auszuschließen.

FWG-Fraktionsgemeinschaft Ulm

 


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