Ausweisung der Anwohnerparkplätze als Elternhaltestelle

Wir wurden über die nachfolgende Mail auf die geplante Einrichtung einer Elternhaltestelle in der Säntisstraße aufmerksam gemacht und wir unterstützen das Anliegen und die folgenden Vorschläge der Anwohner:

  • Freigabe der Parkflächen in den Schulferien und an Feiertagen, da in diesen Zeiträumen kein Schulbetrieb stattfindet.
  • Überprüfung und Anpassung der Uhrzeiten 7:00–17:00 Uhr auf  Zeiträume zum Schulbeginn und zum Schulende.
  • Verkehrsberuhigende Maßnahmen, insbesondere konsequentes Tempo 30, zusätzliche Beschilderung und eine digitale Geschwindigkeitsanzeige, um höhere Fahrgeschwindigkeiten zu verhindern.

FWG-Fraktion Ulm

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Sehr geehrter Herr Bumann,
wir wenden uns als Anwohner der Säntisstraße an Sie, weil die geplante Ausweisung der bisherigen Anwohnerparkplätze als Elternhaltestelle unseren Alltag deutlich beeinträchtigen würde – und dies, ohne dass die Stadtverwaltung im Vorfeld mit uns Anwohnern oder dem Michelsbergverein gesprochen hat. Eine Beteiligung der Betroffenen hat nicht stattgefunden.
Die Parkflächen vor der Schule werden von vielen Anwohnern täglich genutzt, da es im gesamten Bereich ohnehin zu wenig Parkmöglichkeiten gibt. Wenn diese Flächen wegfallen, verschärft sich die Parksituation für die gesamte Straße. Für viele Haushalte bedeutet das tägliche Parkplatzsuche und zusätzliche Wege im Alltag.
Zudem ist fraglich, ob die Maßnahme die Schulwegsicherheit tatsächlich verbessert. Die Stadt verweist auf das Landesprogramm MOVERS, dessen Ziel u. a. die „Reduktion von Elterntaxis“ ist. Die geplante Elternhaltestelle auf den bisherigen Anwohnerparkflächen führt jedoch zu mehr Elterntaxis, mehr Wendemanövern und mehr Verkehr – also zum Gegenteil dessen, was das Programm erreichen soll.

Ein weiterer Punkt: Wenn die Parkplätze künftig als Elternhaltestelle genutzt werden, stehen dort weiterhin Autos – nur eben nicht mehr die Fahrzeuge der Anwohner. Für uns stellt sich die Frage, worin der sicherheitsrelevante Unterschied bestehen soll. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen?
Hinzu kommt: Wenn die Parkplätze entfallen, wird die Straße breiter. Das führt erfahrungsgemäß zu höheren Geschwindigkeiten, mehr Lärm und einer höheren Gefährdung für Kinder und Anwohner. Eine Maßnahme, die eigentlich der Sicherheit dienen soll, schafft damit neue Risiken.

Wir bitten daher alle Fraktionen, sich dafür einzusetzen, dass die Maßnahme grundsätzlich überprüft und in dieser Form nicht umgesetzt wird.

Sollte die Stadt an der Elternhaltestelle festhalten, bitten wir dringend um folgende Anpassungen, um die Belastung für die Anwohner zu reduzieren:

  • Freigabe der Parkflächen in den Schulferien und an Feiertagen, da in diesen Zeiträumen kein Schulbetrieb stattfindet.
  • Überprüfung und Anpassung der Uhrzeiten 7:00–17:00 Uhr
  • Verkehrsberuhigende Maßnahmen, insbesondere konsequentes Tempo 30, zusätzliche Beschilderung und eine digitale Geschwindigkeitsanzeige, um höhere Fahrgeschwindigkeiten zu verhindern.

Wir unterstützen sichere Schulwege ausdrücklich. Wir wünschen uns jedoch Lösungen, die Sicherheit und Anwohnerinteressen gleichermaßen berücksichtigen – und nicht Maßnahmen, die neue Probleme schaffen und die Anwohnerschaft einseitig belasten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich als Freie Wähler‑Fraktion im Gemeinderat dafür einsetzen, dass die Anliegen der Anwohner Gehör finden und die geplanten Maßnahmen nochmals sorgfältig überprüft werden, damit auch die Interessen der Anwohnerschaft angemessen berücksichtigt werden.

 


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