80 Jahre FWG-Fraktion im Ulmer Gemeinderat
Jubiläum mit vollem Haus und starken Impulsen
Die Freien Wähler Ulm feierten ihr 80-jähriges Bestehen im Ulmer Gemeinderat mit einem festlichen Empfang im Cocomo Club Ulm. Am Donnerstag, den 16.04.26, konnte die Veranstaltung einen starken Besucherandrang verzeichnen, der mit rund 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Bürgerschaft einen neuen Rekord darstellte.
Für die passende Atmosphäre sorgte die Big Band des Schubart-Gymnasiums Ulm unter der Leitung von Jochen Anger. Die Schülerinnen und Schüler begeisterten mit ihrem musikalischen und sängerischen Können und verliehen dem Abend eine besondere Note.
Big Band des Schubart-Gymnasiums Ulm – Foto: Jürgen Hofstätter
In seiner Begrüßungsrede hob der Fraktionsvorsitzende Oliver Bumann die Bedeutung des Jubiläums hervor. Seit 80 Jahren seien die Freien Wähler ein verlässlicher Bestandteil des Ulmer Gemeinderats – unabhängig, bürgernah und sachorientiert. „Wir sind Ulmerinnen und Ulmer, die Verantwortung übernehmen. Wir hören zu, wir fragen nach, wir mischen uns ein – und wir entscheiden nach Vernunft, nicht nach Ideologie“, betonte er. Unser Anspruch bleibt: Selbst gute Ideen einbringen oder der besseren Idee zum Durchbruch zu verhelfen, das war und ist unser Wahlslogan.
Oberbürgermeister Martin Ansbacher betonte in seinem Grußwort auch die bedeutende Rolle der Freien Wähler in den vergangenen acht Jahrzehnten und zeigte sich erfreut über die bisherige konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat.
Die beiden FWG-Stadtratskollegen Frau Anngritt Scheuter und Herr Reinhard Kuntz haben in einem gemeinsamen Dialog die „80 Jahre Freie Wähler am Ulmer Ratstisch“ mit einigen Höhepunkten und interessanten Einblicken zusammengetragen. Die Gäste hatten die Möglichkeit, ausgewählte Bilder und Pressemitteilungen auf der Leinwand zu sehen. Das Publikum zeigte sich beeindruckt und spendete reichlich Beifall.
v.l. Reinhard Kuntz, Anngritt Scheuter, Oliver Bumann, Stadträte/in FWG Ulm – Foto: Jürgen Hofstätter
Foto: Jürgen Hofstätter
Boris Palmer bei seinem Festvortrag am Jubiläumsabend in Ulm
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Festrede des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer zum Thema „Wie finanzieren wir die Stadt der Zukunft?“. Zu Beginn seines Vortrags thematisierte Herr Palmer augenzwinkernd die größten Fehlentwicklungen in der Bundes- und Landespolitik und erhielt dafür vom Publikum großen Applaus.
Mit spürbarem Vergnügen hielt er dem Publikum den Spiegel zu maroder Infrastruktur, ausufernder Bürokratie oder Maßnahmen wie der Tankrabatt vor. Deutlich wurde er bei der finanziellen Lage der Städte und Gemeinden: Sinkende Gewerbesteuereinnahmen bezeichnete er als Ausdruck der „schlimmsten kommunalen Finanzkrise seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland“. Sein klares Fazit: Sozialausgaben senken und Bürokratie abbauen, deren Ausmaß er teils als grenzwertig zur Schikane bezeichnete.
Neben inhaltlichen Impulsen bot der Abend vor allem eines: gute Gespräche, Begegnungen, einen offenen Austausch und zugleich einen motivierenden Ausblick auf die kommenden Jahre kommunalpolitischer Arbeit in Ulm.
Wie bereits Mark Twain es formulierte, wurde der Blick in die Zukunft gerichtet: „Natürlich kümmere ich mich um die Zukunft. Ich habe vor, den Rest meines Lebens darin zu verbringen.“
Die Freien Wähler haben sich zum Ziel gesetzt, auch weiterhin Verantwortung zu übernehmen, Ideen einzubringen und gemeinsam mit der Verwaltung, der Wirtschaft und der Bürgerschaft die Zukunft Ulms aktiv zu gestalten.
Foto: Pixel Forge, Jonas Becker
Die FWG-Stadträte/innen der Freien Wähler Ulm und Oberbürgermeister Martin Ansbacher Ulm und Oberbürgermeister Boris Palmer, Tübingen beim Jubiläumsabend 2026 im Cocomo Club Ulm.
v.l. Oliver Bumann, Steffen Grünvogel, Reinhard Kuntz, Leo Baumholzer, Norbert Nolle, Martin Ansbacher, Boris Palmer, Anngritt Scheuter, Klaus Kopp, Dr. Gisela Kochs
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