Archive: Dezember 2025
Nachruf Erwin Böck
In stillem Gedenken
Mit großer Betroffenheit nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Kollegen Erwin Böck, Altstadtrat der Wiblinger Wählergemeinschaft e.V.. Sein Tod erfüllt uns mit tiefer Trauer.
Von 1999 bis 2019 hat er als Stadtrat aus Wiblingen die Arbeit der Freien Wähler Ulm über zwei Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgeprägt. Mit großer Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und einer stets ausgleichenden Art brachte er sich in die kommunalpolitische Arbeit ein.
Als ausgewiesener „Mann der Zahlen“ leistete er insbesondere im Hauptausschuss sowie in den Bereichen Stadtentwicklung, Bau und Umwelt wertvolle Beiträge. Darüber hinaus verwaltete er über viele Jahre hinweg mit großer Sorgfalt und Verlässlichkeit die Finanzen unserer Fraktionsgemeinschaft und war damit eine tragende Stütze unserer Arbeit. Wir verlieren mit Erwin Böck einen geschätzten Kollegen, der sich mit Herz, Verstand und persönlicher Haltung für unsere Stadt eingesetzt hat. Seine ruhige, besonnene Art und sein verlässliches Wirken werden uns fehlen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
In stiller Anteilnahme die Freien Wähler Fraktionsgemeinschaft Ulm
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Bericht aus der SWP – 12.01.2027 – Ulrike Schleicher
Trauer um ehemaligen FWG-Stadtrat Erwin Böck
Der Wiblinger wurde aufgrund seiner sachlichen, ausgleichenden Art sehr geschätzt.
Ulm. Im Alter von 88 Jahren ist der ehemalige FWG-Stadtrat Erwin Böck verstorben. Böck, der in Wiblingen wohnte und zusammen mit Helga Malischewski, Reinhard Kuntz und Franz-Peter Scharpf den Stadtteil in Ulm vertrat, war von 1999 bis 2020 Mitglied im Ulmer Stadtrat und hat die Arbeit der Fraktion „entscheidend mitgeprägt“, so die FWG-Fraktion zum Tod von Böck.
Man nehme den Tod des ehemaligen Ratskollegen mit großer Betroffenheit zur Kenntnis. Er habe sich mit großer Sachlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und einer stets ausgleichenden Art kommunalpolitisch engagiert. „Als ausgewiesener Mann der Zahlen“ leistete er insbesondere im Hauptausschuss sowie in den Bereichen Stadtentwicklung, Bau und Umwelt wertvolle Beiträge“, so die FWG-Stadträte. Überdies habe er über viele Jahre hinweg sorgfältig die Finanzen der Fraktion betreut.
Böck hatte sich vor allem für den Durchstich vom Wiblinger Ring zur Querspange nach Illerkirchberg eingesetzt. Als im Mai 2014 die Zusage für den Bau vom Regierungspräsidium kam, schritten Böck, Kuntz und Malischweski zu einem symbolischen Spatenstich vor Ort. Der rund 25 Jahre andauernde Einsatz hatte sich endlich gelohnt. „Die städtischen Mittel liegen bereit. Von der Landesregierung war zu vernehmen, dass ebenfalls grünes Licht gegeben wird“, kommentierten die
Wiblinger Stadträte die positive Entwicklung. Die Wiblinger Bürger hätten es verdient, dass nach Umplanungen und Planfeststellung schnellstens mit dem Bau begonnen werde. Freilich musste Böck drei Jahre später feststellen, dass sich die Zahl der Lkw nicht großartig reduziert hatte: Durch den Ort donnere immer noch sehr viel Schwerlastverkehr, so der FWG-Stadtrat damals.
Neben diesen Projekten setzte er sich für das Projekt Sportopia der TSG Söflingen ein sowie für den Bau des Pflegeheims der Olga- und Josef-Kögel-Stiftung zusammen mit der Stiftung Liebenau in der Abteistraße, das 44 Pflegeplätze und 18 betreute Wohnungen bietet. Erwin Böck im Gemeinderat 2015: „Es ist dringend notwendig, dass an dieser Stelle etwas passiert.“ An der Ortseinfahrt von der Illerbrücke her gelegen, ist „das für unseren Stadtteil als Entree ein wichtiger Punkt.“
Hatte der FWG-Stadtrat frei, dann traf man ihn auch schon mal im Tiergarten in der Friedrichsau mit seinem Enkel, dem er Krokodile, Affen und Bären zeigte. Dieser sei begeistert von den Exoten, weshalb sie auch ihre Daseinsberechtigung in Ulm hätten. Freilich: Ziegen füttern, mache dem Enkel genauso Freude,
räumte Böck damals ein.
Mit Böck verliere die FWG einen geschätzten Kollegen, der sich mit Herz, Verstand und persönlicher Haltung für Ulm eingesetzt hat. „Seine ruhige, besonnene Art und sein verlässliches Wirken werden uns fehlen“ – mit diesen Worten nimmt die Fraktion Abschied.
FWG-Haushaltsrede 2025 von Oliver Bumann
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, sehr geehrte Herren Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren, Ulm hat mit der Universität und Fachhochschule, mit Science-Parks I bis III zukunftsträchtige Technologien. Im Donautal, das dieses Jahr ein Jubiläum feiern durfte vielen tolle Unternehmen mit eigener Forschung und Entwicklung, ein funktionierendes Wirtschaftsumfeld im Ulmer Norden und sehr viele Gewerbe- und Handwerksbetriebe auf die wir stolz sein können.
DANKE: Ulm ist die „lebenswerteste Stadt bundesweit.“
- An dieser Stelle möchte ich, im Namen der FWG, unseren Dank, allen Beschäftigten in Verwaltung, in unseren Gesellschaften und Beteiligungen, für ihre engagierte und sehr gute Arbeit aussprechen.
- Unser Dank geht an alle Blaulichtorganisationen, Pflegekräfte, Mitarbeiter/innen in den Kliniken, Sozialbereichen und allen ehrenamtlichen Engagierten Bürgerinnen und Bürger.
- Unser Dank geht an Alle Unternehmen, Betriebe, Handwerker, Gastronomen und Dienstleister, die sich zu Ulm als Standort bekennen und hier in Ulm durch ihr Steueraufkommen eine zukunftsfähige Stadt erst ermöglichen.
Auch möchte ich mich bei der Bundesregierung sowie Landesregierung für die zusätzlichen Mittel bedanken. Ohh Entschuldigung – ich muss mich ja bei der heutigen und zukünftigen Bevölkerung bedanken, denn diese Mittel werden ja durch Sondervermögen, ohh halt, dass sind ja Sonderschulden, die uns zur Verfügung gestellt werden. Diese Mittel wurden weder erwirtschaftet noch angespart.
So wie der Bund mit aktuell 2,6 Billionen Euro die Gesamtverschuldung unseres Landes vorantreibt, kann und darf der Ulmer Gemeinderat nicht seine Haushaltsplanungen vornehmen.
Aus diesem Grund stehen wir Freie Wähler zur Konsolidierung und sind zu weiteren Einsparungen bereit. Auch wenn es weh tut.
Wir stehen vor großen Herausforderungen:
Ulm hat kein Einnahmeproblem – sondern ein Ausgabeproblem.
Die Einwohnerzahl hat sich in den letzten 15 Jahren um ca. 12 % erhöht.
Die Einnahmen/Erträge der Stadt haben sich in letzten15 Jahren um ca. 37 % erhöht.
Im Gegenzug sind die Ausgaben/Aufwendungen im gleichen Zeitraum um ca. 57 % gestiegen.
- Zuschüsse von 21 Mio € auf 62 Mio € angestiegen.
- Budget FB Bildung&Soziales von 112 Mio auf 235 Mio € angestiegen.
- Budget FB Kultur von 25 Mio auf 46 Mio € angestiegen.
- Budget FB Stadtentwicklung von 27 Mio auf 81 Mio € angestiegen.
Insbesondere die Personalkosten. Die Anzahl der Beschäftigten der Stadt Ulm ist in den letzten 15 Jahren um 57 % gestiegen.
Ein weiter so, kann gar nicht funktionieren, da unsere Kosten überproportional gegenüber den Einnahmen steigen. Die Leistungsfähigkeit unserer Stadt hat ihre Grenzen erreicht. Die Gesamtheit der Leistungen ist unserer Meinung nach, so nicht mehr erfüllbar. Wir müssen mit unserem heutigen guten Personal, die Aufgaben der Zukunft hinbekommen und dürfen nicht auf dem Rücken unserer Angestellten, mehr Überstunden durch unsere zusätzlichen Beschlüsse, Wünsche und Prestigebauten aufbauen.
Es gilt, dass Wichtige vom Wünschenswerten zu unterscheiden und neue Prioritäten festzulegen.
- Das Bewusstsein von Politik und Gesellschaft, dass die staatliche Leistungsfähigkeit begrenzt ist. Ein weiter so geht weder Finanziell noch Personell.
- Eine vorausschauende Politik, die der Realität Rechnung trägt, braucht eine klare Prioritätensetzung. Erst die Pflicht dann die Kür.
- Partikularinteressen dürfen politisches Handeln nicht leiten. Richtschnur muss vielmehr das Allgemeinwohl sein.
Es geht um Wirtschaftsförderung, Arbeit für Alle, und um Anreize und Voraussetzungen zu schaffen, dass sich Firmen in Ulm niederlassen und in Ulm bleiben, denn wir sind auf die Gewerbesteuer angewiesen, um alle unsere Investitionen und Instandhaltungen sowie Aufgaben und Vorhaben zur erfüllen. Wir sehen Ulm weiterhin als Industrie- und Handelsstandort und glauben, dass die Bedeutung von Forschung und Entwicklung weiter zunehmen wird.
Für uns, die FWG-Fraktion stehen die Investitionen für die Kindergärten und Schulen an erster Stelle. Hier wird mit Chancengerechtigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten für alle Menschen, die Grundlage einer friedlichen, demokratischen und fürsorglichen Gesellschaft geschaffen. Wir tun gut daran, den bisherigen Kurs des Ulmer Gemeinderates fortzuführen und einen gemeinsamen wachsamen Blick auf die Finanzen zu haben.
Nach unserer Überzeugung sollte es zu keinen Steuererhöhungen kommen, sondern mit den vorhandenen Einnahmen einen ausgeglichenen Finanzhaushalt. Ulm steht für eine solide Finanzpolitik, die für Stabilität, Nachhaltigkeit und Generationsgerechtigkeit steht. Im Ringen um die für Ulm besten Lösungen und Zukunftschancen dürfen wir uns nicht spalten oder auseinandertreiben lassen. Wir stehen für ein modernes, weltoffenes und wirtschaftlich innovatives Ulm, wo Chancengerechtigkeit, Solidarität und das Miteinander auf soliden finanziellen Rahmenbedingungen steht.
Die FWG-Fraktion stimmt dem Haushalt 2026 zu. In diesem Sinne bedanke ich mich im Namen der FWG-Fraktion bei Herrn Bürgermeister Bendel für die Erarbeitung dieses Haushaltsplans sowie bei allen Beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die daran beteiligt waren.
Für die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage wünsche ich ihnen alle, friedliche und gesegnete Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2026.
Oliver Bumann, FWG-Fraktionsvorsitzender
Vertikales Parken in Ulm möglich?
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die Münchner Firma Vertikalparken GmbH sucht Standorte für ihre neuartigen Parkanlagen, die durch eine vertikale „Stapelung“ der Fahrzeuge zur Verminderung von Parkflächen mit geringer urbaner Attraktivität und einem hohen Anteil an versiegelter Fläche zugunsten lebenswerter Ortschaften, Aufenthaltsqualität und nachhaltiger Mobilität beitragen. Darüber hinaus sind in diese Anlagen auch Ladepunkte integriert.
Die Firma bietet ein Betreibermodell an, so dass auf die Stadt bzw. PBG keine bzw. geringe Kosten zukommen.
Wir bitten zu prüfen, ob ein Standort in Ulm machbar wäre.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Rivoir für die SPD-Fraktion
Dr. Thomas Kienle für die CDU/UfA-Fraktion
Dr. Richard Böker für die Grüne-Fraktion
Oliver Bumann für die FWG-Fraktion
Ralf Milde für die FDP-Fraktion
Bastian Röhm für die kjt-Fraktion
Wiedereinführung eines Innenstadtkoordinators – ohne Schaffung einer neuen Stelle
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ansbacher, die aktuellen Entwicklungen in der Ulmer Innenstadt und die Vielzahl an Maßnahmen, Veränderungen und Kommunikationsbedarfen zeigen erneut, dass eine zentrale, verlässliche Koordinierung dringend notwendig ist. Aus zahlreichen Rückmeldungen aus Bürgerschaft, Handel, Gastronomie und Anwohnerschaft geht hervor, dass die Abstimmung zwischen Verwaltung und Innenstadtakteuren verbessert und klarer strukturiert werden muss.
Wir beantragen daher die Wiedereinführung eines Innenstadtkoordinators, jedoch ohne die Schaffung einer neuen Stelle.
Die Funktion soll durch eine Umwidmung innerhalb der bestehenden Verwaltung wahrgenommen werden. Ziel ist es, die Informationswege zu bündeln, Prozesse transparenter zu machen und eine verlässliche Ansprechperson für alle innenstadtrelevanten Themen bereitzustellen, ohne zusätzliche Personalkosten zu erzeugen.
Mit freundlichen Grüßen
Leo Baumholzer – Klaus Kopp – Oliver Bumann – Dr. Gisela Kochs – Reinhard Kuntz – Norbert Nolle – Anngritt Scheuter – Steffen Grünvogel
Wiedereinführung und Weiterentwicklung des „Runden Tisch Gastronomie & Handel“
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ansbacher, zu Beginn dieser Amtszeit hat der Gemeinderat – auf ausdrücklichen Wunsch mehrerer Fraktionen, darunter auch wir Freie Wähler – die Wiedereinführung des Runden Tischs Gastronomie beschlossen. Dieses Signal war richtig, notwendig und überfällig.
In Ihrem Antwortschreiben vom 29.11.2024 wurde mitgeteilt, dass dieser Austausch in regelmäßigen Abständen stattfinden wird. Leider hat sich seit diesem Beschluss wenig bewegt: der Runde Tisch hat bislang nur ein einziges Mal getagt und ist danach faktisch wieder zum Erliegen gekommen.
In einer Phase, in der Gastronomie, Einzelhandel und Hotellerie gleichzeitig unter hohen Kosten, veränderten Kundenströmen, Baustellenbelastungen und strukturellen Herausforderungen leiden, darf die Stadt Ulm diese Branchen nicht alleinstehen lassen. Die Gewerbetreibenden sind das pulsierende Herz unserer Innenstadt, sie sind Arbeitgeber, Lebensqualitätsstifter und entscheidende Standortfaktoren. Genau deshalb braucht es einen verlässlichen Dialog – nicht einmal, sondern regelmäßig und ernsthaft.
Wir Freie Wähler Ulm beantragen daher die erneute und verbindliche Wiedereinführung des „Runden Tisch Gastronomie & Handel“ und zugleich seine Erweiterung um Vertreter des Handels und der Hotellerie, damit alle betroffenen Akteure an einem Tisch sitzen und frühzeitig Lösungen entwickeln können.
Wir erwarten, dass der Runde Tisch künftig viermal pro Jahr, also einmal pro Quartal, tagt. Ein solcher Rhythmus ist angemessen, realistisch und notwendig, um aktuelle Entwicklungen aufzugreifen und Probleme nicht erst dann zu besprechen, wenn sie bereits verfestigt sind.
Für das erste Treffen im Frühjahr 2026 schlagen wir als Schwerpunktthema vor: „Auswirkungen der Sperrung der B10 auf Gastronomie, Handel und Hotellerie — mit besonderem Blick auf das Weihnachtsgeschäft.“
Die vergangenen Monate haben deutlich gezeigt, wie sensibel Besucherströme, Umsätze und Kundenverhalten auf Erreichbarkeit und Baustellen reagieren. Gerade die Weihnachtszeit ist für viele Betriebe die wichtigste Phase des Jahres. Es ist unsere Pflicht als Stadt, gemeinsam mit den Betroffenen zu analysieren, welche Folgen die Maßnahmen hatten, welche Entwicklungen sichtbar wurden und welche konkreten Unterstützungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.
Der Runde Tisch soll kein symbolisches Gremium sein, sondern ein echtes Arbeitsinstrument: ein Ort für ehrlichen Austausch, schnelle Rückmeldungen, realistische
Lösungsansätze und eine direkte Verbindung zwischen Verwaltung und Gewerbetreibenden. Denn eines ist klar: Die Stadt Ulm lebt von ihren Unternehmerinnen und Unternehmern und die Stadt trägt Verantwortung dafür, sie in schwierigen Zeiten nicht im Stich zu lassen.
Wir bitten daher um die zeitnahe Festlegung eines ersten Sitzungstermins im Frühjahr 2026 und um die verbindliche Neuetablierung des Runden Tischs als dauerhaftes Dialog- und Handlungsgremium.
Mit freundlichen Grüßen
Leo Baumholzer – Klaus Kopp – Oliver Bumann – Dr. Gisela Kochs – Reinhard Kuntz – Norbert Nolle – Anngritt Scheuter – Steffen Grünvogel
Umsetzung des § 246e BauGB („Bau-Turbo“) in Ulm
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Ulm steht vor großen Aufgaben im Wohnungsbau. Die neuen Möglichkeiten des § 246e BauGB („Bau-Turbo“) eröffnen die Chance, Projekte schneller und verlässlicher voranzubringen – vorausgesetzt, wir nutzen sie aktiv. Damit Ulm hier nicht hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt, braucht es klare Verantwortlichkeiten und ausreichende Fachkapazitäten.
Die Verwaltung wird daher beauftragt, die organisatorischen und personellen Voraussetzungen zu schaffen, um den Bau-Turbo in Ulm wirksam umzusetzen.
Folgende Aufgaben sollten übernommen werden:
- Analyse des Potentialsdes Bau-Turbo-Gesetzes für laufende und künftige Wohnungsbauprojekte in Ulm,
- systematische Identifikation und Nutzung von Beschleunigungsmöglichkeiten,
- aktive Begleitung der Projektumsetzung, um Abläufe zu straffen und Hemmnisse frühzeitig auszuräumen.
Für diese Aufgabe ist eine Person erforderlich, die in der lokalen Bau- und Immobilienwirtschaft gut vernetzt ist und deren Funktionslogiken kennt. Vorausgesetzt werden zudem Erfahrungen in der Abwicklung komplexer Projekte, im Vergaberecht und im projektbezogenen Controlling.
Die Stelle kann im Fachbereich Bau verortet werden. Alternativ kommt auch eine externe Unterstützung – etwa durch die PEG – in Betracht, sofern diese eine schnellere und effizientere Umsetzung ermöglicht. Damit soll sichergestellt werden, dass Ulm die Chancen des Bau-Turbo-Gesetzes nicht ungenutzt lässt und der Wohnungsbau in der Stadt spürbar an Tempo gewinnt.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Richard Böker Martin Rivoir Dr. Thomas Kienle
für die Grüne-Fraktion für die SPD-Fraktion für die CDU/UfA-Fraktion
Oliver Bumann Katja Wörz Bastian Röhm
für die FWG-Fraktion für die FDP-Fraktion für die kjt-Fraktion
Mitgliederversammlung der Ulmer Vorort Liste
Herzliche Einladung zu unserer Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 10. Dezember 2025 um 19:30 Uhr im Hotel Engel in Lehr.
Die Tagesordnung
Top 1: Rechenschaftsbericht/Aktivitäten
Top 2: Bericht der Kassenführerin Gisela Kochs
Top 3: Bericht der Kassenprüfer
Top 4: Erhöhung der Mitgliedsbeiträge
Top 5: Wahlen
Top 6: Sonstiges, Anträge, Anfragen
Top 7: Susanne Knäuer, die kfm. Geschäftsführerin der Landesgartenschau gGmbh berichtet über das Projekt Landesgartenschau 2030
Top 8: Aktuelles aus dem Stadtrat von unseren Gemeinderäten Dr. Gisela Kochs und Oliver Bumann
Anträge oder Ergänzungen zur Tagesordnung sind bis spätestens 8. Dezember 2025 dem Vorstand schriftlich einzureichen.
Wir freuen uns, dass Frau Knäuer sich an diesem Abend Zeit genommen hat, um uns aus erster Hand über die Landesgartenschau 2030 zu informieren. Das Projekt geht weit über eine Gartenschau hinaus, denn die Stadt Ulm verfolgt zusätzlich noch ein ehrgeiziges Stadtentwicklungsprogramm.
Herzliche Einladung an alle Mitglieder und interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Christa Binder
-Vorsitzende-
Öffnungszeiten und Erreichbarkeit der städtischen Recyclinghöfe
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ansbacher, aufgrund zahlreicher Rückmeldungen aus der Bürgerschaft beantragen wir eine Überarbeitung der Öffnungszeiten der städtischen Recyclinghöfe. Die aktuellen Zeiten werden vielfach als wenig alltagstauglich und nicht ausreichend bürgerorientiert beschrieben. Ziel muss es sein, die Abfallinfrastruktur an die tatsächlichen Lebens- und Arbeitsrealitäten der Menschen anzupassen.
- Verlässliche Öffnungszeiten unter der Woche
Wir schlagen vor, die Öffnungszeiten werktags nach dem Prinzip fester Öffnungstage zu strukturieren – mit mindestens zwei Vormittagen und zwei Nachmittagen pro Woche an jedem Recyclinghof. Dieses System schafft Planbarkeit, entlastet Personal und Bürger und hat sich insbesondere an kleineren Standorten im Umland bewährt. Eine flächendeckende Grundversorgung im gesamten Stadtgebiet ist uns ein zentrales Anliegen.
- Durchgehende Samstagsöffnung an allen Standorten
Für viele Bürgerinnen und Bürger ist der Samstag der einzige Tag, an dem sie Haushalts- und Gartenarbeiten erledigen oder Vereins- und Ehrenamtsaufgaben nachgehen können. Deshalb halten wir es für zwingend notwendig, dass sämtliche städtischen Recyclinghöfe jeden Samstag zuverlässig geöffnet sind – ohne Ausnahmen und ohne, dass Bürgerinnen und Bürger weite Wege quer durch die Stadt auf sich nehmen müssen.
- Prüfung der durchgehenden Öffnung ohne lange Mittagspause
Wir bitten die Verwaltung, insbesondere an stark frequentierten Höfen wie in Grimmelfinger, die derzeitige über einstündige Mittagspause zu überprüfen. Eine vollständige Schließung am Tagesmittag erscheint vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht nachvollziehbar. Mit einer geeigneten Personalplanung sollte eine durchgehende Öffnung möglich sein.
Unser Ziel ist eine bürgerfreundliche, verlässliche und flächendeckende Abfallentsorgung, die sowohl den innerstädtischen Bereichen als auch den Ortsteilen gerecht wird. Die Stadt Ulm erwartet viel Engagement von ihren Bürgerinnen und Bürgern – entsprechend sollte auch der kommunale Service gestaltet sein.
Mit freundlichen Grüßen
Leo Baumholzer – Klaus Kopp – Oliver Bumann – Dr. Gisela Kochs – Reinhard Kuntz – Norbert Nolle – Anngritt Scheuter – Steffen Grünvogel
Klosterpfade Wiblingen
Antrag für die Haushaltsplanberatungen 2026 für den Teilbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt am 03.12.2025.
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ansbacher, der Förderkreis zur Erhaltung der Wiblinger Kapellen, Flurstücke, Bildstöcke und Kleindenkmale e.V. hat fünf Klosterpfade unter erheblichem zeitlichen und finanziellen Aufwand projektiert. Die Klosterrunden A und B wurden im Frühjahr 2025 offiziell eröffnet.
Für die Klosterrunde C ist die Gemeinde Illerkirchberg zuständig. Für die letzten Klosterpfade D und E wurden vom Verein die Entwurfsarbeiten bereits fertig gestellt (sämtliche Klosterpfade sind auch mittels Fahrrad zu erleben).
Für die Fertigung, Lieferung und Einbau der Schilder Grundgestelle durch den Baubetriebshof waren ursprünglich bereits finanzielle Mittel im Haushalt 2025 eingestellt, wurden aber aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen relevant gekürzt.
Wir beantragen, die benötigten Mittel Höhe von 20.000 Euro im Haushalt 2026 wieder bereit zu stellen, damit dieses wichtige Projekt für Kultur und auch Naherholung fertig gestellt werden kann.
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Kuntz – Norbert Nolle – Anngritt Scheuter – Steffen Grünvogel – Klaus Kopp – Oliver Bumann – Dr. Gisela Kochs – Leo Baumholzer
Ergebniss:
FWG Ulm setzt sich erfolgreich für die Fertigstellung der Wiblinger Klosterpfade ein
Ulm, 03. Dezember 2025 – Ein wichtiger Schritt für Kultur, Geschichte und Naherholung in Wiblingen ist geschafft: Die Freie Wähler Fraktion Ulm und ihr WWG-Stadtrat Reinhard Kuntz haben erreicht, dass die im Haushalt 2026 dringend benötigten 20.000 Euro für die Fertigstellung der Klosterpfade D und E wieder eingestellt werden.
Der Förderkreis zur Erhaltung der Wiblinger Kapellen, Flurstücke, Bildstöcke und Kleindenkmale e.V. hatte in den vergangenen Jahren fünf Klosterpfade mit großem Engagement projektiert. Während die Klosterrunden A und B bereits im Frühjahr 2025 eröffnet wurden und Runde C federführend bei der Gemeinde Illerkirchberg liegt, fehlten für die beiden letzten Pfade D und E die finanziellen Mittel – obwohl die Entwürfe komplett vorlagen und die Umsetzung durch den städtischen Baubetriebshof vorbereitet war.
Ursprünglich waren die Gelder bereits im Haushalt 2025 eingeplant, mussten aber im Zuge der Konsolidierungsmaßnahmen gestrichen werden. Auf Initiative von Stadtrat Reinhard Kuntz setzte sich die FWG dafür ein, diese Mittel im Haushalt 2026 wieder bereitzustellen. Die Zusage von Baubürgermeister Tim von Winning während der Haushaltsberatungen hat nun den Weg frei gemacht, das Projekt vollständig abzuschließen.
„Die Klosterpfade sind ein kulturelles Kleinod und ein echter Gewinn für die Naherholung in Wiblingen – zu Fuß ebenso wie mit dem Fahrrad. Wir freuen uns sehr, dass wir hier für den Stadtteil und die engagierten Ehrenamtlichen einen Erfolg erzielen konnten“, so Kuntz.
Mit der Wiederaufnahme der Mittel kann nun der letzte Schritt erfolgen, um das Gesamtprojekt Klosterpfade vollständig zu realisieren und für die Bürgerinnen und Bürger wie auch Besucherinnen und Besucher dauerhaft erlebbar zu machen.
